Zen

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Zen (Meditieren) – Wozu und wie macht man das?

"Der Weise hat keine Ziele, letztlich gibt es nichts zur erreichen. Alles ist schon da.... alles richtig! Es gibt nichts zu tun."

Doch was nützt es, wenn wir das nicht wahrnehmen, nicht wissen, nicht zutiefst erfahren haben, was ist? Dann haben wir nichts davon, wie wenn wir eine grosse Menge Geld auf dem Konto haben, ohne dass es uns bekannt ist. Wir denken, arm zu sein...

So ist das Ziel: Erkennen des eigenen wahren Wesens! Wer bin ich jenseits meines mehr oder weniger guten Charakters, meiner eingefleischten Muster, meiner Geschichte? Die Antwort darauf erschliesst die Erkenntnis des Wesens der Welt und des Seins schlechthin. Dazu sagt man: "Erwachen". Das Paradies öffnet sich. Deshalb ist es alle Mühe wert! Ein Weg zum Erwachen ist der Weg des Zen.



Was "macht man“ in der Meditation, beim Still-Sitzen?

Zuerst und vielleicht am schwersten „Shikantaza“. Nur Sitzen! Darauf ist die Aufmerksamkeit gerichtet. Wahrnehmen statt denken. Gedanken, die kommen, wahrnehmen und wieder ziehen lassen, wie ein Berg die Wolken.

Oder: Entspannen und den Atem beobachten bzw. die Atemzüge zählen bis 10 und dann wieder beginnen. Bei allem ganz da sein! Hier ist das Leben! In diesem Moment! Es gibt keinen besseren! Es ist auf nichts zu warten! Nur Jetzt!

Oder: Die Arbeit mit einem sogenannten Koan. Dies ist den Schülern eines Zen-Lehrers vorbehalten, weil es dafür spezielle Begleitung braucht. Qualifizierte Zen-Lehrer finden Sie unter anderem auf der Homepage der Glassman-Lassalle-Linie  www.zen-glassman-lassalle.ch


Die spezielle Weise des Zen 

Eines Tages sprach der Meister (Huineng, der 6. Patriarch des Zen) folgendes zu den Versammelten:“ Bei unserer Art der Meditation halten wir weder am Geist fest noch an der Reinheit des Geistes, noch heissen wir die Nicht-Aktivität des Geistes gut. Was das Festhalten  am Geist anbetrifft: wir wissen, dass Geist primär illusorisch ist. Also gibt es nichts festzuhalten. Was die Reinheit anbetrifft, so ist die Natur des Menschen von ihrem Ursprung her rein, doch diese Reinheit wird durch unsere verblendeten Meinungen verschleiert. In Abwesenheit dieser Täuschungen enthüllt die uns innewohnende Natur ihre eigene Reinheit. Wenn man Reinheit des Geistes anstrebt, erzeugt man bloss eine illusionäre Reinheit. Solche Ideen existieren nirgends, ausser in unserem Gehirn. Reinheit hat keine bestimmte Form, doch wir Menschen konstruieren eine Form dafür und machen daraus ein Problem. Auf diese Weise unterbindet man den Fluss der Urnatur und hält sich selber im Gefängnis der Reinheit gefangen.“

Zen-Angebote

Zazenkais in Zürich im Maximilianeum 2018 (Anmeldung unter www.zenimmax.ch)

10.00 bis 15.00 Uhr

Sesshin im Lassallehaus

1. September bis 6. September 2019



Zazenkai im Lassallehaus ​​​​​​​

12. bis 15. Dezember 2019


Nähere Informationen und Anmeldung unter: www.lassallehaus.org